Das Prinzip der chinesischen Astrologie beruht auf einer geschickten Berechnung von Zeit und Astronomie. Im Gegensatz zum Westen, der sich auf den Sonnenzyklus (die Monate) stützt, ist das chinesische System luni-solar. Es kombiniert die Geburtsdaten (Jahr, Monat, Tag, Uhrzeit), um jeder Person ein Tier, ein Element und eine Polarität zuzuordnen. Diese Kombination bildet den großen 60-Jahres-Zyklus, der grundlegend ist, um sein Schicksal zu verstehen.
Die Grundlagen : Planeten und Elemente (Wu Xing)
Im Zentrum des Prinzips der chinesischen Astrologie stehen die fünf Elemente. Sie sind nicht nur Materie, sondern Kräfte in Bewegung, die mit den fünf großen Planeten des Sonnensystems verbunden sind:
- Jupiter ist mit Holz verbunden
- Mars wird mit Feuer in Verbindung gebracht
- Saturn ist mit Erde verbunden
- Venus ist dem Metall zugeordnet
- Merkur ist dem Wasser zugeordnet
Um Ihr Geburtshoroskop zu verstehen, müssen Sie Ihr Geburtselement kennen. Um Ihr chinesisches Element zu kennen, schauen Sie sich einfach die letzte Ziffer Ihres Geburtsjahres an:
- Jahre, die mit 0 oder 1 enden: Element Metall (Jīn)
- Jahre, die mit 2 oder 3 enden: Wasserelement (Shuǐ)
- Jahre, die mit 4 oder 5 enden: Holzelement (Mù)
- Jahre, die mit 6 oder 7 enden: Element Feuer (Huǒ)
- Jahre, die mit 8 oder 9 enden: Erdelement (Tǔ)
Der binäre Zyklus: Yin und Yang
Das zweite wichtige Prinzip ist die Polarität. Der Zyklus der Tierkreistiere wird nicht nur mit den fünf Elementen kombiniert, sondern auch mit dem binären Zyklus von Yin und Yang. Jedes Jahr ist entweder mit einer weiblichen (Yin) oder einer männlichen (Yang) Energie gefärbt.
Einfach ausgedrückt: Jahre mit einer geraden Jahreszahl sind Yang (z. B. 2026) und ungerade Jahre sind Yin (z. B. 2025). Diese Polarität hat einen direkten Einfluss auf die Kompatibilität der chinesischen Zeichen. So wird sich beispielsweise eine "Holzratte" (Yang) anders mit einem "Wasserochsen" (Yin) verstehen.
Die geteilte Zeit: Die 12 irdischen Palmen (Stunden)
Wenn das Jahr Ihren tieferen Charakter (das Tierzeichen) definiert, dann bestimmt die Geburtsstunde Ihren "Weggefährten" oder Aszendenten. Das Prinzip der chinesischen Astrologie teilt den Tag in 12 Abschnitte von je zwei Stunden ein, die als "irdische Zweige" bezeichnet werden:
- 23.00 - 01.00 Uhr: Ratte
- 01.00 - 03.00 Uhr: Büffel (Ochse)
- 03.00 - 05.00 Uhr: Tiger (Tiger)
- 05.00 - 07.00 Uhr: Hase (Kaninchen oder Katze)
- 07.00 - 09.00 Uhr: Drache (Dragon)
- 09.00 - 11.00 Uhr: Schlange
- 11.00 - 13.00 Uhr: Pferd
- 13.00 - 15.00 Uhr: Ziege
- 15.00 - 17.00 Uhr: Affe
- 17.00 - 19.00 Uhr: Hahn
- 19.00 - 21.00 Uhr: Hund
- 21.00 - 23.00 Uhr: Schwein (Wildschwein)
Die astrale Struktur: Häuser und Wächter
Für fortgeschrittenere Berechnungen teilt die chinesische Astrologie den Himmel in komplexe Zonen ein. Der Mondmonat ist in 28 astrale Häuser segmentiert, die dem Weg des Mondes entsprechen. Diese Häuser sind in vier kardinale Sektoren gruppiert, die jeweils von einem mythischen Tier, den "himmlischen Wächtern", beschützt werden:
- Im Osten: Der Azurdrache (Macht und Wohlwollen)
- Im Norden: Die Schwarze Schildkröte (Langlebigkeit und Stabilität, oft von einer Schlange umschlungen dargestellt)
- Im Westen: Der Weiße Tiger (Schutz und militärische Stärke)
- Im Süden: Der Zinnobervogel (Der Phönix, Symbol der Wiederauferstehung)
Um den Polarstern herum unterschieden die chinesischen Astronomen schließlich drei "Schranken" (kaiserliche, mittlere und untere), die die Organisation der himmlischen Gesellschaft als Spiegel der irdischen Gesellschaft darstellten.
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