Die Jahrtausendealten Ursprünge: Zwischen Astronomie und Kaiserlicher Macht
Die Geschichte der chinesischen Astrologie ist untrennbar mit der des alten Chinas verbunden. Der Tradition zufolge sollte der erste astrologische Kalender aus dem 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung stammen (ungefähr 2637 v. Chr.), der vom mythischen Gelben Kaiser, Huang Di, eingeführt wurde. Zu dieser Zeit war diese Wissenschaft nicht für Einzelpersonen, sondern für den Staat bestimmt: Sie diente dazu, politische Ereignisse vorherzusagen und die Macht des Kaisers zu legitimieren.
Über Jahrhunderte hinweg untersagten die Kaiser dem Volk die Himmelsbeobachtung, da sie befürchteten, dass Rivalen die Sterne nutzen könnten, um Perioden der Schwäche der Dynastie zu erkennen und einen Umsturz zu versuchen.
Das Aufkommen Paralleler Systeme
Da die Himmelsbeobachtung damals verboten war, entwickelten sich parallele Systeme. Diese sind manchmal der Numerologie näher als der westlichen Astrologie, wie wir sie kennen, da sie auf Kalenderzyklen und nicht auf der direkten Position der Planeten am sichtbaren Himmel basieren.
So spaltete sich die Geschichte der chinesischen Astrologie in mehrere Schulen auf:
- Das System der „28 Mondhäuser“: Eine der ältesten Formen.
- Die Astrologie der „9 Sterne“: Eng verbunden mit Feng Shui und dem magischen Lo-Shu-Quadrat, verwendet sie einen 9-Jahres-Zyklus, der auf den Sternen des Großen Wagens basiert.
- Die „Vier Säulen des Schicksals“ (Ba Zi): Dies ist das ausgeklügeltste System. Es kombiniert Geburtsdaten (Jahr, Monat, Tag, Stunde) mit den fünf Elementen.
Historische Differenz zur Zodiac-Astrologie
Im Gegensatz zu unserem solaren Tierkreis sind die Zeichen der chinesischen Astrologie nicht mit der Sonne, sondern mit dem Mond und präziser mit den Mondjahren verbunden. Das System basiert auf einem 60-Jahres-Zyklus, der die 12 Tiere und die 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) kombiniert.
Das chinesische Neujahr fällt niemals auf ein festes Datum, da es der zweiten Neumondphase nach der Wintersonnenwende folgt. Wir befinden uns derzeit im Jahr 2026, dem Jahr des Feuer-Pferdes (ab dem 17. Februar).
Die Legende der 12 Tiere
Obwohl die offizielle Geschichte komplex ist, ist die Legende berühmt. Es wird erzählt, dass Buddha (oder der Jadekaiser) die Tiere zum Neujahr einlud. Nur zwölf folgten dem Ruf. Ihre Ankunftsreihenfolge bestimmte ihren Platz im Zyklus:
- Die Ratte
- Der Ochse
- Der Tiger
- Der Hase (oder die Katze)
- Der Drache
- Die Schlange
- Das Pferd
- Die Ziege (oder der Ziegenbock)
- Der Affe
- Der Hahn
- Der Hund
- Das Schwein
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