Ein Beispiel mit Zahlen
Die Berechnung der Synthesekarte ist die einzige Hürde. So läuft sie an einem konkreten Fall ab.
Das Rad des Schicksals, Die Sonne, Der Papst, Das Gericht
- Oben: X — das Rad des Schicksals
- Links: XVIIII — die Sonne
- Unten: V — der Papst
- Rechts: XX — das Gericht
- Rechnung: 10 + 19 + 5 + 20 = 54. Die Summe liegt über 22, also werden die Ziffern addiert: 5 + 4 = 9.
- Synthese: VIIII — der Eremit
→ Der Eremit in der Synthese rät, langsamer zu werden und die Antwort vor dem Handeln in sich selbst zu suchen: eine Legung aus sehr dynamischen Karten, deren Schlüssel dennoch die Geduld ist.
✦
Varianten und die Fehler, die Sie vermeiden sollten
Die fünfte Karte kann auch zufällig gezogen werden statt berechnet. Das ist die vereinfachte Fassung, nützlich bei einem Deck ohne nummerierte Karten — etwa einem Orakel.
Beginnen Sie nie mit der rechten Karte. Das ist die naheliegende Versuchung, weil sie von der Zukunft spricht. Doch sie ergibt erst nach den anderen dreien und nach der Synthese Sinn.
Suchen Sie keinen Schluss. Das Kreuz gibt keinen: die vierte Karte zeigt eine wahrscheinliche Entwicklung, nie ein feststehendes Ergebnis.
Wirkt die Synthesekarte am Thema vorbei, war es meist die Ausgangsfrage auch. Formulieren Sie sie neu und beginnen Sie von vorn — genau dafür ist diese Karte da.
Und wie bei jeder Legung bleibt das Beschriebene eine Tendenz. Die Entscheidung gehört Ihnen.
✦
Legen Sie Ihre Karten
Schreiben Sie zuerst Ihre Frage auf, dann lassen Sie die Karten fallen: die halbe Arbeit steckt im Formulieren.
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Möchten Sie mehr erfahren 🤔 ?
Schreiben Sie direkt an den AutorOlivierSchmidt !
Stelle Olivier eine Frage
Möchten Sie Ihre Eindrücke teilen? Hinterlassen Sie einen Kommentar